Vereinsgeschichte der Bengelschiesser-Zunft

Vereinsgeschichte

Um gleich eingangs darauf hinzuweisen, dieser kurze Abriss der Vereinsgeschichte soll keine trockene Geschichtsstunde in Sachen Böhringer Fastnacht zu vermitteln.
W

as allerdings ein jeder wissen muss, ist die Herkunft des Zunftnamens und das wechselvolle Auf und Ab der Bengelschießerzunft. Der Begriff „Bengelschießer“ geht auf die Zeit des Bauernkrieges 1525 zurück. Damals hatten sich die Bauern von Böhringen den aufständischen Bauern angeschlossen und die Stadt Radolfzell belagert. Kasimir Walchner schrieb dazu in seiner »Geschichte der Stadt Radolphzell« von 1825 (Seite 108): »Sie litten aber Mangel an Stückkugeln und schossen daher mit Steinen, Kugeln aus Eichenholz und luden auch Bengel in die Kanonen.« Für ihre Untaten mussten dann die Behringer die Stadt Radolfzell mit zwei Waldstücken, den Kampfrain und das Offiliholz entschädigen. Schon das erste Programm für eine Fasnacht zeigte, dass der neue Verein mit Schwung und Elan daran ging, die Böhringer in Stimmung zu bringen.

Das Programm vom Fasnachtsdienstag, den 8. Hornung 1910, umfasste folgende Punkte:

  • Tagerei morgens um 2 Uhr
  • Frühschoppenkonzert um 6 Uhr in der närrischen Zentralbeize,
  • Um 11.58 Uhr allgemeines Festessen im früheren Futtergang (handwarmer Schwartenmagen mit Sauce),
  • Empfang der närrischen internationalen Wettkämpfer. Dies sind: Höri-Gesangverein – Societa del Canto Italiana – Denkinger Gesangverein – Hebräische Sängerabteilung – Turnergesangverein Springbockhausen – Gesangverein Keuchhusten
  • Kampfrichtersitzung um 12 Uhr 821/2 Minuten in der Tonhalle
  • Abmarsch von der Tonhalle auf den Radauplatz, so genannte Latscharibruck ohne Stumpen
  • Großartige rührende tieferschütternde Narrenrede des Protektors des Carnevalvereins Springbockhausen
  • Punkt halb drei Uhr Vortrag des Gesamtchores der Lehren Knoblauchwurst aus der Oper zur wilden Sau
  • Wettgeheul der internationalen Krakeelvereine
  • Freie Extravorträge der Sumpfhühner
  • Vorführungen des Springbockhausener Kinomatographenvereines (oder sog. Alte Weibermühle), die jedem Gelegenheit bietet, seine nicht mehr der Neuzeit entsprechende Ehehälfte umorgeln zu lassen
  • Preisverteilung.

N ach diesen ersten und auch wahrhaft gelungenen Gehversuchen auf dem närrischen Parkett ging den Böhringer Profinarren wohl zunächst einmal die Luft aus, sodass sich die Aktivitäten sehr in Grenzen hielten. Die Wirren des ersten Weltkriegs und die daran anschließenden Jahre trugen ihr Übriges dazu bei. Er4st im Jahr 1921 war in der Vereinchronik wieder eine Aufzeichnung zu finden, die sich aber allerdings damit begnügte, die Fasnacht auf das nächste Jahr zu vertagen. Ein Stück altbewährte Böhringer Fastnachtsstimmung kehrte dann auch im Jahre 1922 wieder ein mit der Aufführung der »Vier Jahreszeiten« am Fasnachtssonntagmittag. Doch bereits das Inflationsjahr 1923 lähmte jegliche Aktivitäten. Die Fasnacht 1927 war geprägt von einem wahrlichen Großereignis, der öffentlichen Aufführung eines Stück aus dem Bauernkrieg 1525. Weil allein das Drumherum schon ausgesprochen närrisch war, zitieren wir hier ein Schmankerl aus der Chronik: „Bei Reklamefahrten für diese Bauernkriegsaufführung in Singen und Radolfzell waren die Narren etwas müde geworden und kehrten daher in Radolfzell in der Sonne Post ein. Plötzlich jedoch war ihre Kanone verschwunden. Die Hannoken hatten sie gestohlen. Der Elferrat war in ungeheurer Aufregung. Endlich gelang es dann dem Kanonier Sigismund Löffler, dieselbe in einem Hofe zu finden.“

Angesichts derartiger Anstrengungen waren die Böhringer Narren verständlicherweise etwas müde geworden und wiederum waren es die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse, die die Fastnacht in den Hintergrund drängten. Abgesehen vom Stellen des Narrenbaums und der Durchführung des Hemdglonkerumzugs wurden in den folgenden Jahren die närrischen Tage kärglich gefeiert. Erwähnenswert ist jedoch der Beschluss des Narrenrats im Jahre 1937, bei dem übereingekommen wurde, von einer Fasnachtsveranstaltung Abstand zu nehmen, dagegen sollte den Kindern wenigstens an Fasnacht eine Freude gemacht werden, und so beschenkte man am Schmutzigen Donnerstag die Kinder mit Brezeln, damit diese wenigstens noch wissen sollten, dass noch ein Narrenkomitee in Böhringen besteht. Ein Zeichen dafür, dass den Böhringer Narren auch angesichts der widrigsten Umstände das Herz am richtigen Fleck hatten. Kurz darauf zogen einmal mehr die dunklen Wolken eines Weltkrieges auf, was eine neuerliche lange andauernde Unterbrechung des Fasnachtsgeschehens mit sich brachte. Doch bereits im Jahre 1948 – noch unter französischer Besatzung – keimte der närrische Geist wieder auf und organisiert durch den Sportverein fand die erste Nachkriegsfastnacht in Böhringen statt. 1949 gesellte sich der Musikverein zu den Organisatoren, wobei bereits eine gelungene Narrenzeitung herausgegeben wurde.

Im Jahr 1950 wurde die Fastnacht erstmals wieder von einem „richtigen“ Narrenverein ausgerichtet. Der neue Elferrat wurde am 19. Januar 1950 zusammengestellt. Das Jahr 1950, das 40. Jubiläumsjahr des Böhringer Narrenvereins, brachte den ersten närrischen Höhepunkt nach dem Kriege und berechtigte zu Hoffungen auf ein Wiederaufkeimen der fastnächtlichen Tradition in unserem Dorf. Die Chronik äußerte sich optimistisch: „An der letzten Fasnacht konnten alle sehen, dass unser liebes Dorf Fasnacht feiern kann und will“. Beim Narrenumzug im Jahr 1951, in dem das Jubiläumsfest verspätet gefeiert wurde – diese Tradition sollte auch in der Zukunft, allerdings von anderen Veranstaltern, fortgesetzt werden – trat nach langen Schweigejahren zum erstenmal wieder die Kanone, das Symbol der Böhringer Fastnacht, in Aktion. Erwartungsfroh, wie die Böhringen Narren in jenem Jahr waren setzten sie den Narrenbaum so frühzeitig, dass er zum offiziellen Stundentermin bereits stand. Eine unvorbereitete Einladung zu dem großen Narrenumzug in Radolfzell forderte die damals schon vorhandene Improvisationsgabe der Narren heraus. Sie stellten dennoch einen Zug zusammen, der sich mit der Kanone allerhand Respekt verschaffte. In den Jahren von 1952 bis 1958 wurde die Fasnacht mehr oder weniger von den örtlichen Vereinen getragen. So musste auch die Feuerwehr in den Wald und den Narrenbaum fällen und einholen. 1959 versammelte Helmut Eisen wieder etliche Narren um sich und wählte einen neuen Elferrat. Dieser neue Verein war auch Gründungsmitglied der am 19. April 1959 in Volkertshausen ins Leben gerufenen Hegau-Bodensee-Narrenvereinigung. Dies war zugleich auch die letzte Amtshandlung dieses Vereins, denn 1960 waren es 10 junge Männer, die auf privater Basis die Fasnachtsgestaltung in die Hände nahmen. Sie zogen sich als Holzhauer an und stellten in Böhringen einen Narrenbaum. Im Jahr 1962 kamen dann weitere als Landsknechte verkleidete Narren dazu und halfen den Holzhauern bei ihrer schweren Arbeit. Erstmals wurde auch in Böhringen ein Narrenspiegel aufgeführt, der so großen Anklang fand, dass man 1963 gleich zwei Abende dafür belegte. Dadurch wurde auch im Dorf der Wunsch immer lauter, man sollte doch an die alte Tradition anknüpfen und wieder einen ständigen Narrenverein haben. Die Neugründung des Vereins erfolgte am 2. November 1963 wurde im Gasthaus „Zur Sonne“ gerufen. Insgesamt 21 Narren beurkundeten die Gründung einer Narrenzunft durch Unterschrift der Gründungsurkunde bekundet. Sie sollte von nun an den Namen „Bengelschießerzunft“ tragen. Die erste Vorstandschaft bestand seinerzeit aus folgenden Personen: Herbert Brunner (1. Zunftmeister), Hans Keck (2. Zunftmeister), Bernhard Ruf (Schriftführer), Erwin Räffle (Finanzminister), Herbert Wannenmacher (Beisitzer), Werner Tress (Beisitzer), Erhard Lingg (Beisitzer).

In diesem Jahr wurde wieder zweimal der Narrenspiegel aufgeführt und erstmals am Fasnachtsmontag ein Umzug veranstaltet. 1964 nahm die junge Zunft erstmals an einem Narrentreffen teil und bereits im darauffolgenden Jahr setzten unsere Holzhauer in Markelfingen bei einem Freundschaftstreffen den Narrenbaum. Am 14. Februar 1965 fand im Hotel Sternen eine Vorstandssitzung statt, zu der auch eine Abordnung des alten Narrenvereins erschienen war. Von diesen Mitgliedern des alten Narrenvereins wurden der Bengelschießerzunft das gesamte Barvermögen sowie die Protokollbücher und sonstige Utensilien feierlich übergeben, mit dem Zweck, dass von nun ab die Bengelschießerzunft als offizieller Nachfolger des alten Narrenvereins gelten soll. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich der beliebet Narrenspiegel der Bengelschiesser jeweils zu einem Höhepunkt der Böhringer Fastnacht und wurde im Jahre 1966 erstmals in der Turnhalle aufgeführt. Zu den Bengelschiessern und Holzhauern gesellten sich zwischenzeitlich auch deren Frauen, die sich selbst eine Marketenderinnentracht geschneidert hatten und von nun an die närrischen Aktivitäten der Zunft begleiteten. Im Jahre 1969 wurde die Bengelschießerzunft durch die neue, von Renatus Heinz entworfene Springfigur erweitert, das „Böhringer Hänsele“. Es sollte die stärkste Gruppe des Vereins werden. Eine wahre Mammutveranstaltung absolvierte die Zunft in ihrem 60. Jubiläumsjahr. Am großen Narrentag, dem 1. Februar 1970, war das ganze Dorf auf den Beinen und der nicht endende närrische Lindwurm wälzte sich durch die Straßen.. Die Großveranstaltung war von Präsident Bernhard Ruf und der gesamten Vorstandschaft bis ins letzte Detail vorbereitet. Sie war für die Bengelschießerzunft ein großer Erfolg und suchte in den folgenden Jahren bei anderen Narrentreffen ihresgleichen. Das dadurch geschaffene finanzielle Polster ermöglichte es der Zunft sogar, der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee eine beträchtliche Summe zur Finanzierung des neu zu schaffenden Narrenmuseums im Schloss Langenstein zur Verfügung zu stellen.

Die kommenden Jahre waren von Beständigkeit und stetem Wachstum des Vereins geprägt. Trotz aller Bemühungen um die närrische Traditionspflege verschloss sich die Zunft nicht gegenüber Neuerungen. Noch gehen anfängliche Widerstände begann eine Gruppe der Hänselefrauen im Jahre 1980, entsprechend dem jeweiligen Fastnachtsmotto aufwendige Kostüme zu schneidern und derart maskiert an der Straßenfastnacht teilzunehmen. Neben den übrigen Narren im traditionellen Zunfthäs präsentierte sich der Verein auf diese Weise auf eine neue und abwechslungsreiche Weise. Hierzu gesellten sich im Laufe der Jahre auch weitere Gruppen, besonders zu erwähnen sind dabei die Frauenriegen der Turnvereine und die so genannte „Viererbande“, einer seit Jahren gleichbleibenden Runde von vier befreundeten Männern der Hänsele. Heute sind diese Gruppen aus der Straßenfastnacht nicht mehr wegzudenken und alljährlich ist ein jeder gespannt, was ihr Einfallsreichtum wieder hervorgebracht hat. Eine Zäsur brachte der 25. Februar 1981, Mittwochnacht vor dem Schmutzigen Dunschtig. Die vom Sirenengeheul aufgeschreckten Böhringer mussten erfahren, dass die Turnhalle, die „gute Stube“ der Böhringer Vereine brannte. Die für die Fastnachtsveranstaltungen in wochenlanger Arbeit hergestellte, aufwendige Dekoration als Zirkuszelt wurde in kürzester Zeit ein Raub der Flammen. Das gesamte Gebäude brannte bis auf den Grund nieder. Der erste Narrenspiegel, übrigens ein großer Erfolg, war gelaufen, der Hemdglonkerball, der 2. Narrenspiegel sowie der Kinderball standen noch aus. Herr Pfarrer Fritz Kleiner stellte in entgegenkommender Weise den Pfarrsaal zur Verfügung sodass ein Raum für die Durchführung restlichen Veranstaltungen vorhanden war. In spontanen und nahezu generalstabsmäßigen Aktionen wurde das in langen Monaten erarbeitete Fastnachtsprogramm an die neu gegebenen Umständen angepasst. Beispielsweise wurden alle Haushalte durch eine nächtliche Handzettelaktion auf die neuen Veranstaltungen hingewiesen. Selbst die noch von Galgenhumor getragene Überreichung des verkohlten „Turnhallengedächtnisbalkens“ an Oberbürgermeister Neurohr am darauffolgenden Schmutzig Dunschdig und die erfolgreiche „Notfasnet“ konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Bengelschießerzunft durch den Brand der Turnhalle ein materieller Schaden war, der in die Zehntausende von Mark ging; das gesamte Inventar war verbrannt und der Verein stand praktisch vor dem Nichts. Von diesem Tiefschlag erholte sich der Verein nur sehr schwer. Einzig und allein durch den tatkräftigen Einsatz und die Improvisationsgabe der Mitglieder wurde mit den verbliebenen bescheidenen Mitteln in den Folgejahren eine Fastnacht auf die Beine gestellt. Doch schon bald war der Verlust wieder wett gemacht.

Am 11. November 1983 wurde Paul Kehrer als Nachfolger von Bernhard Ruf zum 1. Präsidenten gewählt. Der scheidende Präsident wurde für seine Verdienste und seine 20jährige Vorstandstätigkeit, davon 18 Jahre als 1. Präsident, zum Ehrenpräsidenten ernannt. 2. Präsident wurde Max Keller.I m Januar 1985 feierte die Bengelschießerzunft im Gasthaus Kranz ihr 75jähriges Jubiläum. Im gleichen Jahr konnte die Fastnacht wieder in der neu entstandenen Mehrzweckhalle durchgeführt werden. Ein stolze Burgkulisse und eine festlich, närrische Dekoration zeigten den Böhringern: „Wir sind wieder wer!“. Die Bengelschiesserzunft hatte innerhalb kürzester Zeit wieder an den Glanz vergangener Tage angeknüpft. Bei der Präsidentenwahl am 11. November 1987 wurde Edi Konzept sen. zum Nachfolger von Paul Kehrer gewählt, Max Keller blieb weiterhin 2. Präsident bis 1991. Ihm folgte Helmut Rinderle. Seit dem Wiederaufbau der Mehrzweckhalle konnte man der Böhringer Bevölkerung wieder gute und anspruchsvolle Narrenspiegel bieten. Im Laufe der Jahre hat sich die finanzielle Situation normalisiert. Durch die große Integrations- und Motivationsfähigkeit des Präsidenten Edi Konzept sen. nahm die Bengelschiesserzunft einen stetigen Aufschwung. Die Tatkraft der gesamten Vorstandschaft und aller Mitglieder ermöglichten die Neuanschaffung von zweckmäßigen Ausstattungen für die Bühnentechnologie, die Bewirtung in der Halle und die Durchführung der Straßenfastnacht. Die Vorstandschaft wurde neu eingekleidet und auch das Häs der übrigen Mitglieder wurde laufend erneuert und instandgesetzt. Dadurch erfreute sich die Bengelschiesserzunft eines hervorragenden äußeren Erscheinungsbildes und ist daher über die Grenzen des Dorfes hinaus ein anerkannter und gern gesehener Träger närrischen Kulturguts. Die Bengelschießerzunft hat es sich mittlerweile schon zur Tradition gemacht, sich den Kindern beider Kindergärten und der Grundschule vor Beginn der Fasnacht vorzustellen, um durch diese Kontakte das Interesse für Brauchtum und Fasnachtstreiben bereits im Kindesalter wecken zu können.

Ein Wehrmutstropfen in der Vereinsgeschichte brachte das Jahr 1991, in dem aufgrund des Golfkrieges bundesweit alle Fasnachtsveranstaltungen und Umzüge abgesagt wurden. Die ganzen Vorbereitungen, die schon Monate zuvor gemacht wurden, waren zwecklos. Am 11.11.1995 feierte die Zunft im Pfarrsaal ihr 85-jähriges Bestehen. Der Martinitag war also auch gleichzeitig eine große Geburtstagsfeier, bei der die mittlerweile ergrauten Mitglieder, die seinerzeit im Jahre 1963 als junge Burschen für die Neugründung des Vereins verantwortlich zeichneten, als Ehrenmitglieder ernannt wurden. Unter der Ägide des Ehrenpräsidenten Bernhard Ruf sowie der neu ernannten Ehrenmitglieder Hans Konzept und Walter Fischer wurde der Gedanke der Neuschaffung eines Narrenbrunnens geboren. Aus dieser Idee heraus entwickelte sich der Förderverein Bengelschiesserbrunnen e.V., aus dem mittlerweile der Förderverein Bengelschießerzunft e.V. hervorgegangen ist, aber das ist eine andere Geschichte, an anderer Stelle dieser Broschüre. In der Generalversammlung am 16.01.1998 im Pfarrsaal stellte Präsident Edi Konzept sen. nach 11-jähriger verdienstvoller Arbeit sein Amt zur Verfügung. Er wurde hierfür mit vielen Ehrungen bedacht, u.a. wurde er als Obrist der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee und zum Ehrenpräsident der Zunft ernannt. An seine Stelle trat Edi Konzept jun., die Leitung der Zunft blieb also in der Familie. Die Kontinuität seiner bisher geleisteten Vereins- und Vorstandsarbeit spricht für sich. Bereits im Jahr 2000 konnte die Zunft ihr 90-jähriges Bestehen feiern. Die große Gratulantenschar beim Festbankett am 11.11.2000 brachte zum Ausdruck, welchen Stellenwert die Zunft in der Ortschaft Böhringen inne hat. Die Zunft selbst zählt inzwischen ca. 130 aktive Mitglieder. Als kultureller Verein in Böhringen haben die Bengelschießer in der Gemeinde und im Umkreis der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee Respekt, Achtung und große Anerkennung gefunden.