Trommlergruppe der Bengelschiesser-Zunft

Trommler

Ein schlagkräftiges und taktfestes Team, dass viel Freude verbreitet und ordentlich dampft macht!
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Schon in den sechziger Jahren machten die Bengelschiesser mit weithin hörbaren Landsknechtstrommeln auf sich aufmerksam. Das im ganzen Dorf hörbare Stakkato kündigte an, dass die Böhringer Narren wieder auf der Straße waren. Allen voran ein großer, schlaksiger junger Mann namens Hans Tress, der mit seinen Kumpanen die schneidigen Marschrhythmen einstudierte. Leider verlor sich im Laufe der Jahre und insbesondere mit der Neugestaltung des Bengelschiesserhäs´ diese Tradition. Anfang der neunziger Jahre stieg dann aber Harald Tress in die Fußstapfen seines Vaters und ließ das Trommeln der Bengelschiesser wieder aufleben. Er scharte ca. 6 – 8 Jugendliche um sich und studierte unter Anleitung seines Vaters die altbekannten Trommelrhythmen mit ihnen ein. Was ursprünglich aus reinem Spaß an der Freude initiiert wurde, entwickelte sich langsam wieder zu einer Tradition und im Laufe der Jahre kristallisierte sich daraus die nunmehr jüngste Gruppe der Bengelschiesserzunft heraus.

Die Jugendlichen der ersten Stunde sind heute als junge Männer bei der Hänselegruppe tätig. Der damals älteste Trommler, Thomas Helmlinger, übernahm Mitte der neunziger Jahre die Gruppe. Unter seiner Leitung erfolgte eine kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Trommler. Im Laufe der Zeit konnten die Landsknechte ein ansehnliches Repertoire an Trommlerstücken zum Besten geben. Doch auch Thomas Helmlinger zog es bald zur Hänselegruppe. Dem damaligen “Lehrling” Tobias Graf machte das Trommeln weiterhin Riesenspaß und er übernahm die Gruppe, um deren damals drohende Auflösung zu verhindern. Zu ihm gesellte sich wieder eine größere Anzahl von gleichgesinnten Jugendlichen, die auch über den Verein hinaus rege Kontakte pflegten. Doch auch sie wurden älter und wollten zum Maskenträger werden. Das Hänsele war zu brav… es sollte etwas anderes sein.
Als es dann am 06.01.2012 soweit war und die neue Gruppe Kanonebutzer entstand, traten die Trommler die bereits 30 Jahre alt waren bald dieser Gruppe bei. Dennoch unterstützen sie sich weiterhin in allen Lagen gegenseitig. Die Leitung der jetzigen Trommlergruppe wurde dann an Andreas Litterst übergeben. Er hat seine Truppe fest im Griff und ist für sie der neue „Chef“.

Unterstützung in organisatorischer Hinsicht fanden die jungen Männer durch Gottfried Graf und die weiteren Mitglieder der so genannten “Viererbande” (mehr zu diesem Begriff an anderer Stelle). Die Gruppe ist sehr aktiv und trifft sich das ganze Jahr über zu Proben, was sich ganz augenscheinlich in einem hervorragenden Teamgeist äußert. Auch scheuen sie keinen Arbeitsdienst und sind immer gern zur Stelle, wenn Not am Mann ist. Aufgrund dieser Tatsache waren sie als eigene Gruppe innerhalb des Vereines schnell anerkannt und integriert.

Mit der Gewissheit, dass diese Gruppe allem Anschein nach auf Jahre hinaus zusammenbleibt und auch den Verein in der Öffentlichkeit gut repräsentiert, war deren Neueinkleidung nahe liegend. Bisher mussten sich die jungen Männer mit den abgetragenen Landsknechtsuniformen aus den 60er Jahren zufrieden geben, die im Laufe der Jahre recht abgetragen waren und zuletzt stark an Vogelscheuchen erinnerten. Seit einigen Jahren präsentieren sich die Trommler im neuen, gefälligen Outfit. Die Motivation dieser inzwischen jungen Männer ist weiterhin ungebrochen, dies zeigt sich nicht zuletzt durch das stetige Anwachsen der Gruppe.